Säkulare Weltanschauungsbeauftragte für ein gerechtes Miteinander erbeten

Bereits im Mai 2019 ist das kleine Manifest zur Religionsbarrierefreiheit von Jan-Christian Petersen bei hpd.de erschienen.

Um die Religions- und Weltanschauungsfreiheit in einer offenen Gesellschaft zu gewährleisten, ist es notwendig, den gesamtgesellschaftlichen öffentlichen Raum bekenntnisneutral einzurichten.

Diskriminierend wird es, wenn staatliche Institutionen, Debatten und Feierstunden mit Bekenntnisinhalten und mit religiösen Zeremonien verwoben werden. Diese religiösen Barrieren erschweren den Zugang zu einer gleichberechtigten Teilhabe an den gestalterischen Prozessen und an einer Identifikation mit der Demokratie.

Um die gesamtgesellschaftlichen öffentlichen Räume für alle Bürgerinnen und Bürger uneingeschränkt zugänglich zu machen, unterhalten wir beispielsweise auch Behinderten- und Gleichstellungsbeauftragte. In diesem Sinne fordern wir die Stelle eines/einer säkularen Weltanschauungsbeauftragten auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene.

  • Säkulare Weltanschauungsbeauftragte beraten bei der religionsbarrierefreien Einrichtung der Demokratie und ihrer Institutionen.
  • Sie dienen Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner, wenn sich diese einer Bekenntnisnötigung durch staatliche Stellen ausgesetzt sehen.
  • Säkulare Weltanschauungsbeauftragte helfen, religiöse Spannungen abzubauen.
  • Sie leisten Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum religiösen Fundamentalismus.

Eine überkonfessionelle Haltung, die es im gesamtgesellschaftlichen öffentlichen Raum einzunehmen gilt, hilft dabei, unsere Demokratie noch einladender zu gestalten.

Jan-Christian Petersen (Mitglied der Humanistischen Initiative Schleswig-Holstein)

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